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Häufige Fragen zum Einkauf aus China

Klare Antworten für deutsche Unternehmen, bevor aus einer Produktidee ein Importprojekt wird.

Wie läuft eine Anfrage ab?

Sie senden Produktdaten, Foto oder Lieferantenlink. Danach prüfen wir Anforderungen, offene Risiken und den passenden Leistungsumfang.

Kann ich nur einen Lieferanten prüfen lassen?

Ja. Einzelne Checks sind möglich, zum Beispiel Firmenprüfung, Angebotsvalidierung, Musterprüfung oder Qualitätskontrolle vor Versand.

Bekomme ich eine deutsche Rechnung?

Ja, Projekte können mit deutscher Rechnung und ausgewiesener MwSt. abgewickelt werden, sofern Leistungsumfang und Vertragsmodell dazu passen.

Übernimmt Zoll und Versand?

Wir koordinieren Versand, Dokumente und Verzollung mit etablierten Partnern. Kritische Produktgruppen prüfen wir vorab auf Anforderungen.

Was passiert bei Qualitätsproblemen?

Wir definieren Prüfkriterien vor Produktion oder Versand, dokumentieren Abweichungen und unterstützen bei Nachbesserung oder Verhandlung.

Arbeiten Sie mit kleinen Mengen?

Ja, besonders für Muster, Testbestellungen und OEM/ODM-Kleinserien. Ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, klären wir im Briefing.

Können Sie für Amazon, eBay oder Otto vorbereiten?

Ja. Wir berücksichtigen Verpackung, Labels, Produktdaten, Barcodes und Marktplatzanforderungen bereits in der Beschaffung.

Welche Informationen brauchen Sie?

Produktname, Zielmenge, Zielpreis, technische Details, gewünschte Zertifikate, Lieferadresse und vorhandene Lieferantenlinks reichen für den Start.

Ist die erste Beratung kostenlos?

Die erste Einschätzung zu Produkt, Risiko und nächstem Schritt ist kostenlos. Konkrete Prüfungen oder operative Leistungen werden vorab angeboten.

Wie sicher ist die Zahlung an Lieferanten?

Zahlungswege, Zahlungszeitpunkte und Dokumente werden vor Freigabe geprüft. Bei neuen Lieferanten empfehlen wir strukturierte Teilzahlungen und Prüfung vor Restzahlung.

Wer haftet, wenn ein Lieferant falsch liefert?

Verantwortlichkeiten werden je Projektmodell schriftlich festgelegt. Wir helfen, Risiken vor Bestellung zu reduzieren und Abweichungen früh zu dokumentieren.

Wer prüft CE, RoHS, GS oder andere Zertifikate?

Zertifikate werden im Briefing als Risiko markiert und mit Lieferantenunterlagen abgeglichen. Eine rechtliche Produktkonformitätsprüfung kann separat eingebunden werden.

Kann ich eine eigene Marke oder Verpackung entwickeln?

Ja. OEM/ODM, Private Label und individuelle Verpackung sind möglich. Wichtig sind realistische Mindestmengen, Druckdaten, Musterfreigabe und klare Qualitätskriterien.

Wie lange dauert ein Projekt?

Ein Preis- oder Machbarkeitscheck kann schnell erfolgen. Muster, Qualitätskontrolle und Import dauern je nach Produkt, Lieferant und Versandweg mehrere Wochen.

Was passiert, wenn MOQ zu hoch ist?

Wir prüfen Alternativen: ähnliche Produkte, andere Fabriken, neutrale Ware, Sammelbestellungen, Testauflagen oder Anpassung des Designs.

Können Sie bestehende Lieferanten prüfen?

Ja. Sie können uns Website, Alibaba-Link, Angebot, Business License oder Chatverlauf senden. Wir prüfen Plausibilität, Risiken und nächste Fragen.

Werden meine Produktideen vertraulich behandelt?

Ja. Anfragen werden vertraulich behandelt. Bei sensiblen Projekten kann vor Detailprüfung eine separate Vertraulichkeitsvereinbarung vorbereitet werden.

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Entscheidungs-FAQ für Einkauf, Qualität und Geschäftsführung

Die wichtigsten Fragen entlang des gesamten China-Imports

Kurze Antworten helfen nur, wenn sie eine Entscheidung ermöglichen. Diese vertiefende FAQ ordnet die häufigsten Fragen nach Projektphase und zeigt, welche Informationen für eine belastbare Aussage noch benötigt werden.

Strategie und Wirtschaftlichkeit

Ab welcher Menge lohnt sich ein Direktimport?

Es gibt keine seriöse Universalgrenze. Entscheidend sind Differenz zwischen EU- und risikobereinigter Landed Cost, MOQ, Prüf-/Werkzeugkosten, Kapitalbindung, Absatzsicherheit und Wiederholpotenzial. Rechnen Sie je Stück im Basis- und Stressszenario.

Welche Produkte sollte man nicht als erstes importieren?

Für ein Erstprojekt sind Produkte mit komplexer Zulassung, hohem Sicherheitsrisiko, kurzer Saison, unbekannter Nachfrage oder teurem Werkzeug anspruchsvoll. Die Auswahl folgt Ihrer Fachkompetenz und Risikotragfähigkeit, nicht einer pauschalen Negativliste.

Warum ist der Alibaba-Preis nicht die Kalkulationsbasis?

Er kann auf anderer Spezifikation, hoher Staffel, EXW, Musterqualität oder unvollständigem Lieferumfang beruhen. Basis ist ein identisches RFQ und die Landed Cost bis zum gewünschten Lieferpunkt.

Lieferanten, Vertrag und Zahlung

Wie erkenne ich eine echte Fabrik?

Geschäftslizenz und Produktionsadresse abgleichen, Prozess- und Maschinenfähigkeit im Werk prüfen, Unterlieferanten offenlegen lassen und reale Aufträge/Prüfaufzeichnungen stichprobenartig verfolgen. Ein Plattformlabel genügt nicht.

Ist eine Trading Company grundsätzlich schlecht?

Nein. Für gemischte kleine Mengen kann sie Mehrwert liefern. Entscheidend sind Transparenz über Werke, technische Kontrolle, Vertragspartner und Verantwortlichkeit. Täuschung über die Fertigungstiefe ist dagegen ein Red Flag.

Welche Zahlung ist sicher?

Keine Methode ersetzt Due Diligence und Vertragsbedingungen. Zahlungsempfänger, Meilensteine, Prüf-/Abnahmebedingungen, Bankänderungsprozess und Streitmechanismus müssen zusammenpassen. Restzahlung ohne vereinbarte Evidenz erhöht das Risiko.

Qualität und Compliance

Reicht ein CE-Zertifikat des Lieferanten?

CE ist kein allgemeines Qualitätszertifikat. Prüfen Sie zuerst, welche Rechtsakte gelten, dann Konformitätsbewertung, technische Unterlagen, Prüfberichte, EU-Konformitätserklärung und Kennzeichnung zum konkreten Modell.

Was bedeutet AQL?

AQL ist ein Parameter in einem statistischen Annahmestichprobenverfahren. Er ist keine zugesicherte Fehlerquote. ISO 2859-1:2026 verknüpft Losgröße, Prüfniveau und AQL mit Stichprobengröße und Annahme-/Rückweisungszahlen.

Was muss bei GPSR im Onlineshop stehen?

Für relevante Verbraucherprodukte sind insbesondere Produktidentifikation, Herstellerkontakt, bei Drittlandshersteller die EU-verantwortliche Person und erforderliche Warn-/Sicherheitsinformationen sichtbar zu machen. Die konkrete Pflicht ist produktbezogen zu prüfen.

Zoll, Steuern und Logistik

Was ist die EORI-Nummer?

Sie identifiziert Wirtschaftsbeteiligte gegenüber den Zollbehörden und wird in Zollanmeldungen verwendet. Importeurrolle und EORI sollten vor der ersten Sendung geklärt sein.

Ist Einfuhrumsatzsteuer ein Kostenfaktor?

Für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen meist vor allem Liquiditäts- und Nachweisthema. Ob und wie ein Vorsteuerabzug möglich ist, hängt von korrekter Importeur-/Belegkonstellation ab und gehört mit Steuerberatung geklärt.

Ist DDP immer am einfachsten?

Operativ möglicherweise, rechtlich und steuerlich nicht automatisch. Klären Sie Importeur of Record, Zollanmeldung, EORI, EUSt-Beleg, Produktverantwortung und tatsächlichen Lieferumfang. Ein pauschaler DDP-Preis kann Risiken verdecken.

See, Bahn oder Luft?

Vergleichen Sie benötigten Ankunftstermin, Volumen/Gewicht, Warenwert, Gefahrgut, Schwankungsrisiko und Bestandskosten. Planen Sie mit Laufzeitbändern statt einem einzigen Tageswert.

Reklamation und Verbesserung

Was tun bei einer fehlgeschlagenen Endkontrolle?

Ware sperren, Ausmaß und Ursache feststellen, Nacharbeit/Sortierung dokumentieren und unabhängig nachprüfen. Versand und Restzahlung folgen erst der vereinbarten Abnahmebedingung.

Wie sichere ich die zweite Charge?

Reklamations- und Prüfdaten in CAPA überführen, Golden Sample und Spezifikation aktualisieren, offene Änderungen kontrollieren und Prüfniveau/Auditfokus an den Fehlertrend anpassen.

Offizielle Quellen und Prüfstand

Rechts-, Daten- und Methodenstand: 14.07.2026. Maßgeblich bleiben die konkrete Produkteinstufung und der Einzelfall; Normen, Zollmaßnahmen, Sanktionen und Behördenpraxis können sich ändern.