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Importkosten-Rechner: Was kostet Ihr China-Import wirklich?

Zollwert, Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Kosten pro Stück — in Sekunden berechnet. Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser.

Seefracht 40-ft-Container: je nach Saison ca. 1.000–3.000 €

Zollwert (Ware + Fracht)0,00 €
Zoll0,00 €
Einfuhrumsatzsteuer (19 %)0,00 €
Gesamtaufwand an der Grenze0,00 €
Echte Kosten (EUSt als Vorsteuer abziehbar)0,00 €
Kosten pro Stück0,00 €

Richtwerte ohne Gewähr: Der tatsächliche Zollsatz hängt von der Zolltarifnummer ab; Antidumpingzölle, Terminalgebühren, Verzollung und Nachlauf kommen hinzu. Für eine verbindliche Vollkostenkalkulation mit korrekter Tarifnummer senden Sie uns einfach Ihr Produkt.

Methodik hinter dem Rechner

Vom Rechnergebnis zur belastbaren Landed Cost

Ein Rechner ist nur so gut wie Warennummer, Zollwert und Eingaben. Für eine Investitions- oder Angebotsentscheidung sollten Ergebnis, Quelle und Annahmen zusammen dokumentiert werden. Die folgende Methodik zeigt, welche Werte nicht geschätzt werden dürfen.

Berechnungslogik für einen Standardimport nach Deutschland

Zollwert (vereinfachte Darstellung)Transaktionswert + einzubeziehende Kosten bis zum Ort des Verbringens in das EU-Zollgebiet + ggf. Hinzurechnungen
ZollZollwert × anwendbarer Zollsatz (zuzüglich möglicher handelsbezogener Maßnahmen)
EUSt-BemessungsgrundlageZollwert + Zoll/Verbrauchsteuern + bestimmte Kosten bis zum ersten Bestimmungsort im Inland

Die Formeln sind bewusst vereinfacht. Lizenzgebühren, Beistellungen, Verbundenheit, Präferenzen, Antidumping-/Ausgleichszölle und besondere Verfahren benötigen eine Einzelfallprüfung. Die Einfuhrumsatzsteuer ist nicht automatisch ein endgültiger Kostenblock; bei Vorsteuerabzug sind korrekte Rolle und Belege entscheidend.

Fünf Eingaben, die Sie belegen müssen

EingabeBelastbare QuelleHäufiger Fehler
WarennummerTarifierung anhand objektiver Produktmerkmale; TARIC/Access2MarketsLieferanten-HS-Code ungeprüft übernehmen
UrsprungUrsprungsregeln und tatsächliche HerstellungVersandland mit Ursprung verwechseln
Waren-/TransaktionswertVertrag, Rechnung, Zahlungs- und BeistellungsdatenWerkzeug, Assists oder Lizenzbezug übersehen
Fracht/VersicherungQuote mit Route, Zuschlägen, Freizeiten und Gültigkeitnur Ocean/Air Base Rate eintragen
Menge/Nutzmengeverkaufsfähige Einheiten nach erwartetem AusschussKosten auf Bestell- statt Gutmenge verteilen

Illustratives Rechenbeispiel – keine Zollauskunft

Angenommen werden 20.000 € Warenwert, 2.000 € Fracht/Versicherung bis EU-Grenze und beispielhaft 4 % Zoll. Der vereinfachte Zollwert beträgt 22.000 €, der Zoll 880 €. Wenn 600 € weiterer relevanter Transport bis zum ersten Bestimmungsort hinzukommen, läge eine vereinfachte EUSt-Basis bei 23.480 €. Bei beispielhaft 19 % ergäben sich 4.461,20 € EUSt. Dazu kommen Abfertigung, Terminal, Nachlauf, Prüfung, Versicherung und gegebenenfalls weitere Maßnahmen.

Das Beispiel illustriert nur die Mechanik. Zollsatz, EUSt-Satz und Bemessungsbestandteile müssen für die konkrete Ware und Transaktion geprüft werden.

Landed Cost und Cashflow getrennt ausweisen

BlockP&L / StückkostenLiquidität
Warenwert, Fracht, Zoll, Abfertigunggrundsätzlich Kosten/Bestand gemäß RechnungslegungZahlungszeitpunkte und Währung
EUStbei zulässigem Vorsteuerabzug nicht endgültigVorfinanzierung bis Erstattung/Verrechnung
Werkzeug/Test/Auditprojektbezogen verteilen oder behandelnhäufig vor Umsatz fällig
SicherheitsbestandKapitalbindung/Obsoleszenzzusätzlicher Finanzierungsbedarf
Kosten je verkaufsfähige Einheitalle zurechenbaren Landed-Cost-Blöcke ÷ erwartete Gutmenge, nicht bloß bestellte Stückzahl

Pflicht-Szenarien vor Freigabe

  • Basis: aktuelle Angebote, realistischer Zoll-/Transportpfad und erwartete Gutmenge.
  • Stress: Fracht-/Währungsaufschlag, Verzögerung, Nachprüfung, Ausschuss oder Antidumpingrisiko.
  • Split: Teilmenge per Luft/Bahn zur Marktsicherung, Rest per See.
  • Absatz: Werkzeug und Einmalkosten auf konservative statt optimistische Menge verteilen.

Entscheidungsfragen aus der Einkaufspraxis

Wo finde ich den richtigen Zollsatz?

Nach belastbarer Warennummer und Ursprung in TARIC/Access2Markets. Produktmerkmale entscheiden; Lieferantenangaben und Beispieltabellen sind nur Hinweise. Bei Unsicherheit kommt eine verbindliche Zolltarifauskunft in Betracht.

Muss ich Antidumpingzoll einrechnen?

Wenn Ware und Ursprung unter eine geltende Maßnahme fallen. Das ist nicht allein am Produktnamen erkennbar; TARIC-Zusatzcodes, Hersteller und Maßnahmenumfang müssen geprüft werden.

Warum weicht die Zollabrechnung vom Rechner ab?

Typische Ursachen sind andere Tarifierung, abweichender Zollwert, zusätzliche Frachtbestandteile, Wechselkurs, Abgabenmaßnahmen oder ein anderer erster Bestimmungsort. Vergleichen Sie Eingaben und Zollanmeldung zeilenweise.

Offizielle Quellen und Prüfstand

Rechts-, Daten- und Methodenstand: 14.07.2026. Maßgeblich bleiben die konkrete Produkteinstufung und der Einzelfall; Normen, Zollmaßnahmen, Sanktionen und Behördenpraxis können sich ändern.

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