Vergütungsmodelle transparent vergleichen

Was eine China-Sourcing-Agentur kostet – und was im Preis enthalten sein muss

Nicht der niedrigste Prozentsatz entscheidet, sondern die Summe aus Honorar, Drittkosten, Warenaufschlag, Prüf- und Fehlerkosten. Ein prüfbares Angebot benennt Ergebnis, Annahmen, Ausschlüsse und Abnahme je Phase.

Mit Vergleichsformel5 VergütungsmodelleTCO-Arbeitsmappe inklusive
Modellvergleich

Fünf Modelle – fünf unterschiedliche Anreize

Vergütungsmodelle für China-Sourcing
ModellTypische BasisVorteilPrüffrage
Festpreis je Phasedefiniertes Ergebnis wie Shortlist, Audit oder VersandfreigabeBudget und Abnahme sind klarSind Anzahl Lieferanten, Muster, Tage und Revisionen begrenzt?
Zeit und MaterialStunden-/Tagessatz plus Auslagengeeignet für offenen oder wechselnden ScopeWerden Zeiten, Tätigkeiten und Freigaben dokumentiert?
Retainermonatliche Grundbetreuungsinnvoll bei wiederkehrenden Bestellungen und KPI-SteuerungWelche Kapazität und Deliverables sind enthalten?
Provision auf WarenwertProzentsatz vom PO- oder FOB-Wertleicht verständlich, skaliert mit VolumenSteigt die Vergütung, wenn der Einkaufspreis steigt?
Warenaufschlag / ResaleAgent kauft und verkauft mit Margeeine Rechnung und gebündelte Verantwortung möglichSind Originalpreis, Marge, Incoterm und Haftungsumfang transparent?
China-Send-Modell: kostenlose Ersteinschätzung; anschließend projektbezogener Festpreis je klarer Phase oder transparentes Modulpaket. Labor, Muster, Fracht, Zoll, Steuern und andere Drittkosten werden im konkreten Angebot als enthalten oder separat auszuweisen. Eine pauschale Prozent- oder Preiszusage ohne Produktbriefing wird nicht veröffentlicht.
Vollkosten

Die richtige Vergleichsformel

Agentur-Vollkosten = Honorar + Warenaufschlag + Audit/Labor/QC + Muster/Werkzeug
 Logistikkoordination + Fracht/Versicherung + Zoll/Steuern + interne Prozesskosten
 erwartete Fehler- und Verzögerungskosten

Vergleichen Sie Anbieter immer mit identischer Menge, identischem Incoterm, identischem Lieferort, gleicher Prüfstrategie und gleichem Haftungsumfang. Sonst erscheint ein Angebot nur deshalb günstiger, weil Leistungen und Risiken ausgelagert wurden.

Deliverables

Longlist, verifizierte Shortlist, normalisierte Angebote, Auditbericht, Prüfplan, Versandfreigabe und Importakte müssen als konkrete Ergebnisse benannt sein.

Ausschlüsse

Labor, Zertifizierung, Werkzeug, Reisen, Zollberatung, Fracht oder Nacharbeit dürfen nicht erst nach Auftrag als überraschende Zusatzkosten erscheinen.

Change Control

Material-, Mengen-, Länder-, Termin- oder Revisionsänderungen lösen erst nach dokumentierter Bewertung zusätzliche Vergütung aus.

Angebotsprüfung

Zwölf Punkte vor der Beauftragung

  • Rechtsträger, Rechnungssteller, Gerichtsstand und Ansprechpartner sind eindeutig.
  • Produktversion, Menge, Länder, Incoterm und gewünschter Lieferpunkt sind festgehalten.
  • Suchbreite, Anzahl verifizierter Kandidaten und Ausschlusskriterien sind definiert.
  • Audit-, Muster-, Labor- und QC-Scope stehen im Angebot.
  • Originale Fabrikpreise beziehungsweise Weiterverkaufspreise sind klar gekennzeichnet.
  • Provision oder Marge besitzt eine nachvollziehbare Berechnungsbasis.
  • Drittkosten benötigen vor Auslösung eine schriftliche Freigabe.
  • Zahlungsmeilensteine sind an Ergebnisse und Freigabegates gekoppelt.
  • Werkzeug- und IP-Eigentum sind nicht im Agenturhonorar versteckt.
  • Abweichungen, Nacharbeit und Wiederholungsprüfung haben eine Kostenregel.
  • „Kein geeigneter Lieferant“ ist als zulässiges professionelles Ergebnis anerkannt.
  • Kündigung, Datenübergabe und offene Bestellungen sind geregelt.

Ein vergleichbares Angebot erhalten

Mit Produkt, Menge, Zielmarkt und Termin grenzen wir Scope, Drittkosten und Entscheidungsgates vor Beauftragung ab.